
Willkommen im schönen Göschenen! Die Gazzetta di Casinotta hat ihren Ursprung im Jahre 1886 als Faschingszeitung in Göschenen. Sie ist also eigentlich ein Narrenblatt.
Der spätmittelalterliche Hofnarr war immer schon – nur zum Teil bewusst – ein Vorbild für mich. Dazu steht auf Wikipedia:
Die Hofnarren … in einem festen höfischen Amt sollten ursprünglich ihren Herrn nicht belustigen, sondern ihn als ernste Figur ständig daran erinnern, dass auch er der Sünde verfallen könne, und in religiöser Deutung seinem Herrn als Erinnerer an die Vergänglichkeit seines menschlichen Daseins dienen. Sie waren also eine soziale Institution zulässiger Kritik. Ihre gesonderte Stellung mit der fehlenden Bindung an gesellschaftliche Normen ermöglichte dem Narren einen besonders großen Handlungsfreiraum – da alles, was er sagte, aufgrund seiner „Narrheit“ als nicht ernst betrachtet werden konnte. Darauf begründet sich der heute noch viel verwendete Begriff der „Narrenfreiheit“.
Ich nehme mir also die Freiheit, in der Gazzetta Themen anzusprechen, die andere eher nicht anpacken oder eben nicht in gleicher Weise angehen wollen. Und ich erlaube mir, zu diesen Themen persönliche Gedanken zu äussern, die anderen womöglich als wenig klug oder eher dreist erscheinen mögen. Solche Gedanken werde ich stets mit mir bekannten Tatsachen zu belegen versuchen. Es sind aber eben nur Gedanken und andere können diesen gerne widersprechen, wenn sie sachlich begründete und persönlich aufrichtige Argumente ins Feld führen können.
Auch fühle ich mich immer wieder zum Narren gehalten, wenn ich erlebe, dass einige es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, wie ich glaube, dass es sich gehört. So werde ich versuchen, in solchen Situationen unterstützend einzugreifen und Inhalte nachzuliefern, die bisher den Weg ans Licht nicht gefunden haben.
Um es mit anderen Worten auszudrücken:
Da steh‘ ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
…
Und sehe, dass wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen.
So, wie ich Sie zu Beginn dieser Zeilen im schönen Göschenen begrüsse, lade ich Sie als Schreibende und selbständig Denkende ein, mir ihre Gedanken zukommen zu lassen. Wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist, einer Sache wirklich auf den Grund zu gehen und diese für die Öffentlichkeit niederzuschreiben, soll die Gazzetta die Casinotta dazu Hand bieten.
Zögern Sie Sich nicht, Ihre Gedanken in Worte zu fassen. Wenn Sie meinen Werdegang betrachten, werden sie herausfinden, dass mich kein gerader Weg bis hierhin geführt hat. Es ist vielmehr mein Suchen nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Ein Beispiel für diese Suche finden sie im aktuellen Beitrag „Darf Lärm stören?„
